Bikepark Schladming: Renovierung abgeschlossen

Bikepark 2020: Mini-Whistler in Schladming?

05.03.2020 Laurin Lehner - Der Bikepark Schladming genießt hohes Ansehen bei Downhill-Fans. 2019 blieb der Park für Renovierungsarbeiten geschlossen. Für 2020 gibt es Jubel-News.
Bikepark 2020: Mini-Whistler in Schladming?
© Wolfgang Watzke
Bikepark Schladming: Schladming  – von Downhillern geliebt. Früher fanden auf dem Track Worldcups statt, das letzte Mal 2009.

Der ehemaliger Worldcup-Downhiller Peter Fernbach ist Chef von Alpreif, der Betreiberfirma des Bikeparks Schladming. Wir haben ihn im Interview gefragt, wie Schladming sich 2020 präsentieren wird:

Schladming war bisher ein Park, den vorwiegend Downhiller wegen der zornigen Abfahrt schätzten. Was ändert sich jetzt?
Eine Menge! Es kommen 15 Kilometer neue Trails dazu, was einer Verdopplung der Strecken bedeutet. Unsere Downhill-Fans kann ich aber beruhigen: Die Downhill-Strecke bleibt vom Charakter wie sie war, allerdings wurde sie komplett saniert.

15 Kilometer neue Trails. Wow! Was für Trails?
Wir haben einen Flow-Trail, einen Jump-Trail und eine Uphill-Flow-Strecke gebaut. Den Flow-Trail musst Du Dir wie einen Pumptrack vorstellen, der bergab führt. Das ist nicht so ein typischer Flow-Trail, wie sie jetzt überall entstehen und Du Dich nach der dritten Kurve hinsetzt und denkst: Oh je, das ist langweilig. Unser Flow-Trail ist richtig cool. Der gefällt mir als Ex-Worldcupper, aber auch Anfängern und Familien. Ich sage: Dieser Flow-Trail ist die Einstiegsdroge ins Bikepark-Freeriden par excellence!

Momentan machen alle auf Flow, doch Jump­lines baut kaum jemand. Wie wird Eure Jump-Strecke aussehen?
Unsere Jumpline wird vermutlich in einem Atemzug mit Whistlers A-Line genannt werden. Doch unsere Jump-Strecke ist – ich will jetzt nicht sagen "viel besser" – sie ist anders. Also nicht ein Tablejump nach dem anderen wie auf der A-Line in Whistler, sondern unterschiedliche Stunts in schneller Folge. Alle Stunts schaffst Du beim ersten Mal – Du musst nicht bremsen, Du musst nicht treten und springst die ganze Line durch.

Peter Fernbach
© Privatfoto
Peter Fernbach: Der ehemaliger Worldcup-Downhiller ist Chef von Alpreif, der Betreiberfirma des Bikeparks Schladming.

Auf so was hat die Gravity-Szene gewartet!
Richtig, denn so eine Strecke muss man ja auch bauen können. Unserem Trail-Bauer Matthias Garber ist das super gelungen. Die A-Line war für uns insofern keine Inspiration, da selbst die A-Line nicht optimal funktioniert. Auch da gibt es Bremsrillen. Das ist bei uns besser gelöst. Ich erwarte daher einen regelrechten Ansturm auf unsere Strecke. Den wollen wir mit unserer neuen, schnellen Gondel meistern.

Wo verläuft die Jumpline?
Sie führt von der Bergstation zur Mittelstation. 99 Stunts auf 3,5 Kilometern. Das erzeugt richtig Airtime. Mir gefällt besonders das Teilstück namens Wave-Line. Die Wave-Line verpasst Dir ein Gefühl wie beim Wellenreiten, denn Du springst rauf und runter, mit schöner Schwerelosigkeit dazwischen.

Gibt’s auch richtig krasse Stunts?
Ja, wir haben für Cracks auch richtige Mutproben – Gap-Jumps mit bis zu zehn Metern Weite. Die traut sich nicht jeder. Doch auch die sind optimal geshapt. Wer nicht springt, kann sie umfahren.

Dann wird Schladming der Top-Spot für Air­time-verliebte Freerider.
Absolut. Es würde mich wundern, wenn nicht. Doch wir haben noch mehr. Auf dem Nachbarberg, der
Reiteralm, gibt es 15 Kilometer Singletrails. Jetzt kannst Du auf der Planai Bikepark-Ballern und auf der Reiter­alm mit der Familie Trails fahren – mit einer Liftkarte.

>>>Wann öffnet Euer Park 2020? Am verlängerten Mai-Wochenende (21.–24. Mai) 2020<<<


FREERIDE Titel 04/2019
© Ale Di Lullo
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