23/05/2011 Im momentanen Trend der knappen Knieschützer wirkt dieser lange, schwarze Beinprotektor wie ein Relikt aus mittelalterlichen Rittertagen. Das ist ungerecht. Denn in der Schutzwirkung haben die langen Beinschienen aus Hartplastik die Nase vorne.
Wer sich schon mal mit Schwung das Bärentatzenpedal ans Schienbein gerammt hat, weiß was wir meinen. Also: Durch ihre robusten Plastikpanzer, den weit ums Bein reichenden Schaumpolstern und zusätzlichen Schaum-Pads auf der Rückseite kriegen die TSG von uns ein dickes Lob. Nicht nur theoretisch. Vor allem Tester Hans ist damit öfter und immer widerwillig „zu Boden gegangen“ und kann das bestätigen. In der harten, blutigen Freeride Praxis. Punktabzug gab es bei der Handhabung. Der Neoprenstrumpf am Knie nervt, weil man jedesmal die Schuhe ausziehen muss, bringt aber nicht den erwünschten Tragekomfort. Das liegt vielleicht an den Gummibändern, die sich zu sehr dehnen und an den unzuverlässigen Klickverschlüssen. Folge: schlechter Sitz.Fazit: Der „Whistler“ bietet durch seine lange Beinschiene und den dicken Schaum guten Schutz, doch die Befestigung ist umständlich und nicht effektiv. Kurzum: Es gibt Schoner, die das viel besser können. Das verwundert, denn TSG gilt als Experte unter den Protektorenherstellern.
PLUS: dicker Schaum, Schutzwirkung
MINUS: schlechter Sitz, Befestigung
Größen: S/M, L/XL. Preis: 85,90 Euro, www.shock-therapy.com
