14/06/2011 In Ladakh ist man dem Freeride-Himmel ganz nah, denn im indischen Teil des Himalaya scheinen Trails erfunden worden zu sein. Um sie zu finden, muss man viel Staub fressen und auf schwindeligen Passstraßen um sein Leben fürchten. Aber Entdecker und Erstbefahrer werden reich belohnt.
Das wird eine verdammt staubige Angelegenheit, denke ich mir. Während wir hinten auf dem Lastwagen hocken und die Passstraße auf 4600 Meter hochkurven, haben wir unsere Goggles aufgesetzt und schützen Mund und Nase mit Tüchern. In jeder Kurve und mit jedem entgegenkommenden Lastwagen ersticken uns Staubwolken auf der Ladefläche. Wie sind wir nur auf diese Idee gekommen, hier im letzten Winkel Indiens, am Ende der Welt, das ultimative Freeride- Abenteuer zu suchen?
Ganz einfach: Ich war zuvor schon viermal im Himalaya und einmal davon – wie jetzt – im indischen Teil von Ladakh. Schon damals war mir klar: Ladakh ist ein Traum für Freerider! Unzählige Spots warten nur darauf entdeckt zu werden: natürliche Kicker, Roadgaps und Rides auf kolossal langen Geländelippen. Dazu kommen die faszinierende Kultur und Geschichte dieser Landschaft. Ein weiteres Plus: Shuttles gibt es theoretisch überall. Denn dank der höchsten befahrbaren Pässe der Welt mühen sich Busse und Lastwagen bis auf 5400 Meter.
Text und Fotos: Martin Bissig
