Bikepark Test 2016: Brandnertal in Vorarlberg

Newcomer: Bikepark Brandnertal

05.02.2017 Dimitri Lehner - Der Bikepark Brandnertal in Vorarlberg hat erst 2014 seine Strecken eröffnet – damit ist er der Youngster unter den getesteten Parks.
Bikepark Test 2016: 6 Bikeparks mit Spaßfaktor
© Veranstalterfoto
Brandnertal: Traum-Panorama und viele, viele Anliegerkurven: Die blaue Flowline erzeugt viel Fahrfluss und macht Spaß, kommt an den Flow-Country-Trail (Bikepark Geisskopf) aber lange nicht ran.

Die Betreiber baggerten die Strecken in eine traumhafte Postkartenlandschaft: grüne Almwiesen, Alpengipfel, Kuhglockengebimmle – das ganze Programm. Wir lieben Österreich! Auch die Infrastruktur könnte nicht besser sein: Bikeverleih, Fahrtechnikschule, Bikewash, Bewirtung, ein freundliches Team und ein schneller Sessellift – alles da! Mit 300 Höhenmetern ist der Park zwar nicht groß, aber spaßig.

Die Strecken

Drei Hauptstrecken hat der Bikepark Brandnertal zu bieten: eine blaue Flow-Line, eine rote Jumpline und eine schwarze Stunt-Line. Die 3,5 Kilometer lange blaue Strecke ist ideal für Park-Novizen, Kinder und Familien. Sie ist leicht zu fahren: eine Brechsandbahn mit kleinen Sprüngen und vielen Kurvenwechseln. Die rote Jumpline ist nur unbedeutend schwieriger, also eher hellrot und daher auch easy zu fahren. Zwar gibt es mehr Sprünge (zirka 25 und viele Anliegerkurven), doch die Jumps sind meist flache Tables, die überrollt werden können. Nur wenige erzeugen richtig Airtime. Die Holzbrücken sind eher unspektakulär, man rollt eben auf Holz. Hier ist mehr drin. Wahrscheinlich trifft diese Strecke den Geschmack der meisten Wochenend-Freerider, doch uns haben Highlights gefehlt, zum Beispiel optionale Drops, Boner Logs oder Jumps, die richtig zünden. So nah die blaue und die rote Strecke vom Fahrniveau her beisammenliegen, so weit klafft die Lücke zur schwarzen Strecke. Sie wird als Downhill-Trail bezeichnet, ist in unseren Augen aber eher eine tief schwarze Stunt-Strecke. Der Name ist Programm: Für "Tschack Norris" braucht man Chucks  Mut und Können. Der Trail beginnt mit drei großen Doubles, führt über Wurzeln in den Wald. Jetzt folgen Gaps, Step-ups, ein 3-Meter-­Gap, fiese, hängende Wurzelteppiche und weitere Sprünge, bis es auf eine Jumpline geht mit richtig fetten Doubles. Alle Stunts sind gut gebaut, aber anspruchsvoll. Neuerdings wurden einige Doubles zu Tables umgewandelt und auch eine Chickenline zur Umfahrung eingerichtet – dennoch: Diese Line richtet sich nur an Park-Experten. Super: die Drop-Batterie an der Talstation – hier münden alle Trails. Es gibt Drops von 1 bis 4 Meter Höhe mit breiten, steilen Landungen. Für die neue Saison sind neue Trail-Varianten angekündigt – das steigert die Abwechslung.

Bikepark Test 2016: 6 Bikeparks mit Spaßfaktor
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Brandnertal: Auf der roten Jumpline gibt es Northshore-Varianten, die uns zu unspektakulär waren. Hier hätten wir uns mehr Bespaßung gewünscht – statt nur auf Holz abzurollen. Da geht mehr!

INFOS

Strecken   3
Lift   Sessellift
Saisonbeginn   5. Mai
Öffnungszeiten   9.00 – 17.00 Uhr
Tageskarte  31 Euro
Bikeverleih  ja
Fahrtechnikschule  ja
Infotelefon  +43 - 5522 - 25409
E-Mail  info@bikepark-brandnertal.at
Info   www.bikepark-brandnertal.at

Entfernungen
Stuttgart  3 Stunden
München   3 Stunden
Frankfurt  4,5 Stunden
Berlin  7 Stunden
Innsbruck  2 Stunden
Basel  3 Stunden

CHARAKTER 
Freeride
  2 von 4 Punkten
Slopestyle   2 von 4 Punkten
Downhill   3 von 4 Punkten

SCHWIERIGKEIT
Anfänger
  4 von 4 Punkten
Fortgeschrittene   2 von 4 Punkten
Könner   4 von 4 Punkten

FAZIT: Spaßiger Park, der sich mit seiner blauen und roten Strecke besonders an Einsteiger und Aufsteiger richtet. Da die schwarze Strecke sehr schwierig ist, bleibt das Trail-Angebot überschaubar.

FREERIDE-Urteil   7,5 von 10 Punkten

Bikepark Test 2016: 6 Bikeparks mit Spaßfaktor
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Brandnertal: Go Big or Go Home: auf der schwarzen Stunt-Line Tschack Norris sollte man wissen, was man tut. Hier warten fette Gaps und Doubles mit massig Airtime – nix für schwache Nerven!
FREERIDE Titel 2/2016
© Martin Söderström
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