Bikepark Test 2016: La Bresse in den Vogesen

Der Vielfältige: Bikepark La Bresse

05.02.2017 Dimitri Lehner - Der Bikepark La Bresse liegt tief in den Vogesen – der wilden Schwester des Schwarzwalds – und daher etwas ab vom Schuss.
Bikepark Test 2016: 6 Bikeparks mit Spaßfaktor
© Veranstalterfoto
La Bresse: Zügig hoch (schneller Sessel), spaßig runter: Unterm Lift verlaufen die roten Abfahrten D5 und D7 mit Sprüngen, Drops, Boner Logs, Hips und Anliegern. Die meisten sehr gut gebaut. 

Er ist nur über kurvige Landstraßen zu erreichen. Sogar vom grenznahen Freiburg aus dauert die Fahrt 2 Stunden. Tipp: Man kann den Trip nach La Bresse mit einem Besuch im Park Lac Blanc kombinieren. Der liegt fast nebenan (42 km) und überzeugte uns mit seinen spaßigen Strecken (9 Punkte). Auch La Bresse profitiert von dem idealen Mittelgebirgsgelände: nicht zu steil, mit Felsbrocken durchsetzt und hellem Laubwald bewachsen. La Bresse ist ein Skigebiet mit einem modernen Sessellift über knapp 300 Höhenmeter und der kompletten Infrastruktur, die man sich wünscht. An der Talstation gibt es sogar Pumptracks, Airbag-Jumps und Übungsparcours. Neben den reinen Parkstrecken bietet La Bresse zudem Enduro-Touren in die nähere Umgebung – das steigert das Angebot. Manko: Die Öffnungszeiten sind lange auf Wochenenden und Ferien limitiert, nur zwischen 18. Juli und 23. August ist der Park durchgehend geöffnet.

Die Strecken

Die Stärke des Bikeparks liegt in der Streckenvielfalt. Insgesamt geben die Franzosen fünfzehn Trails an. Davon sind allerdings nur vier richtige Park-Runs und zwei Freeride/Enduro-Abfahrten – doch das ist ja schon mal was. Herzstück des Parks sind die roten Stunt-Trails D5 und D7 unterm Lift. Sie sind gespickt mit Table-Jumps, Step-ups, Hips, Boner Logs, Gaps. Viele davon sind vorbildlich gebaut mit breiten Landezonen. Während D5 von der Schwierigkeit eher blau ist (mit geringer Stunt-Dichte), empfanden wir D7 dunkelrot mit vielen Gimmicks. Manche Doubles, Drop-offs oder das untere 3-Meter-Gap im D7 sind unnötig kniffelig gebaut. Verlässt man auf beiden Trails das Stunt-Plateau, wirken die Abfahrten ausgebombt. Gut dagegen: die Northshore-Elemente nahe der Talstation. Der schwarze Downhill im Wald ist weitgehend naturbelassen, etwas oldschool, doch abwechslungsreich: steil, verwinkelt, wurzelig mit einigen Holz-Gaps, Doubles und Fels-Drop-offs. Bei Nässe wird’s schnell rutschig. Die blauen Abfahrten D3 und D4 und die grüne D2 verlaufen meist naturbelassen im schönen Laubwald. Hier gibt es nur wenige gebaute Features, dennoch machen die Runs Spaß. Sie eignen sich für Einsteiger, Enduro-Piloten und zum Warmfahren. Angenehm: Die Tageskarte kostet 20 Euro – das ist im Vergleich günstig.

Bikepark Test 2016: 6 Bikeparks mit Spaßfaktor
© Veranstalterfoto
La Bresse: Für Parkeinsteiger und Enduristen empfehlen sich die blauen Trails. Sie kurven abwechslungsreich, aber mit wenig gebauten Stunts durch den Wald.

INFOS

Strecken   6 Parkabfahrten
Lift   Sessellift
Saisonbeginn   14. Mai
Öffnungszeiten   9.00 – 18.00 Uhr
Tageskarte  20 Euro
Bikeverleih  ja
Fahrtechnikschule  ja
Infotelefon  +33 (0) 3 29 25 68 78
Info   www.bikepark-labresse.labellemontagne.com

Entfernungen
Stuttgart  3,5 Stunden
München   5,5 Stunden
Frankfurt  4 Stunden
Berlin  9 Stunden
Innsbruck  5,5 Stunden
Basel  1,5 Stunden

CHARAKTER 
Freeride 
  3 von 4 Punkten
Slopestyle   3 von 4 Punkten
Downhill   3 von 4 Punkten

SCHWIERIGKEIT
Anfänger 
  3 von 4 Punkten
Fortgeschrittene   4 von 4 Punkten
Könner   3 von 4 Punkten

FAZIT: La Bresse nahe der deutschen Grenze ist einen Besuch wert. Viele Strecken und gut gebaute Stunts sorgen für Abwechselung und Spaß – ob Anfänger oder Könner. Schade, dass etwas ab vom Schuss.

FREERIDE-Urteil   8 von 10 Punkten

Bikepark Test 2016: 6 Bikeparks mit Spaßfaktor
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La Bresse: Die schwarze Downhill-Strecke ist rau, steil, steindurchsetzt und technisch – eben das, was viele Downhiller-Moscher lieben. Bei Nässe wird die Abfahrt richtig anspruchsvoll und es ist oft nass.
FREERIDE Titel 2/2016
© Martin Söderström
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