Supertrails für Freerider

5 Lieblingstrails mit Spaßgarantie

24.02.2017 Dimitri Lehner - Trails gibt es viele – Supertrails leider nicht. Für diese fünf Bergpfade geben wir Spaßgarantie!
Reschen-Trail
© Tom Bause
Reschen-Trail

RESCHEN-TRAIL (Foto oben)

Dieser Trail im Dreiländereck am Reschenpass ist episch und ein echter Geheimtipp.

Die Region am Reschenpass schreibt sich Enduro auf die Fahnen. Mit Recht. Die Gegend wimmelt vor Enduro-Strecken und bietet viele Lifte als Aufstiegshilfe. Eine Tour hinterließ bei uns Eindruck: die Kombination aus Bunker-Trail und Plamort-Trail. Wem Panorama, etwas Pedalieren und schnelle Abfahrten, liegen, bitte Hand hoch! Das gibt’s hier. Hoch geht’s komfortabel mit der Bergkastelbahn. Anfangs führt der Natur-Trail in einer Elfenlandschaft zahm Richtung Westen, bis man auf die Panzersperren stößt – ab dann nur noch bergab. Juhu! Schnell, über Wurzeln, Felsen, durch geschmeidige Kurven. Yes, that’s so Enduro!
Fakten: 500 hm bergab, 4 km

Schwierigkeit   3 von 6 Punkten
Flow   3 von 6 Punkten

Rob J Heran, Freeride-Profi:  "Die Gegend rund um den Reschenpass ist perfekt für Enduro-Touren. Der Trail an den Panzersperren vorbei, runter nach Reschen hat bei mir besonders Eindruck hinterlassen. Auch sehr lohnenswert: die Trails an Mutzkopf und Schöneben."

Rob J. Heran
© Lars Scharl
Rob J. Heran

HACKLBERG-TRAIL

Flow angelegt von Mutter Natur. Der Hacklberg ist ein Klassiker. Zu Recht!

Der Hacklberg-Trail huscht durch traumhaft schönes Alpenpanorama oberhalb der Baumgrenze. Almwiesen, Steinfelder, Hochmoore zischen vorbei, denn der Trail erzeugt viel Speed und fließt später durch angelegte Streckenpassagen. Hier gibt’s Speed-Turns, Anliegerkurven und sogar ein paar Jumps. Der Trail zieht sich vom Westgipfel des Schattbergs hinunter nach Hinterglemm. Die Bahn geht nur zum Schattberg, zum Westgipfel muss man 20 Minuten selbst treten. Daher ist ein Enduro die richtige Wahl. Gut: Anfänger haben auf dem Hacklberg Spaß; Checker auch, denn sie lassen das Gas stehen und rauschen mit Speed durch Bodensenken und Erdanlieger.
Fakten: 1000 hm bergab, 10 km

Schwierigkeit   2 von 6 Punkten
Flow   4 von 6 Punkten

Hacklberg-Trail
© Daniel Roos
Hacklberg-Trail

Angie Hohenwarter, Bike-Profi: "Der Hacklberg-Trail ist Kult. So schnell, so flowig, so spaßig! Ich fahre den Natur Trail am liebsten mit meinem Enduro. Tipp: unbedingt auch den Bergstadl-Trail ausprobieren!"

Angie Hohenwarter
© Markus Greber
Angie Hohenwarter

H-TRAIL

Zugegeben: Finale ist weit weg, doch für den H-Trail setzt man sich gern ins Auto.

Flow, was ist das? Wahrscheinlich war es der H-Trail, der uns zum ersten Mal dieses Gefühl spüren ließ. In Finale Ligure schlängelt sich der H-Trail wie eine Viper durch den Bergwald. Kurven von rechts nach links und oben nach unten, kleine Drops, Geländesprünge, High-Speed-Passagen, Bodenwellen, Steingärten, Steilabfahrten, Haarnadelkurven – hier findet man alle Spielereien, die einen Bike-Trail spaßig machen. Wir wurden jedenfalls süchtig und wollten nirgends anders mehr fahren. Dabei hat Finale noch weitere Supertrails zu bieten wie z.B. den Rollercoaster, Dean-Trail oder Engineer-Trail. Dennoch: Der H-Trail bleibt unsere erste Wahl.
Fakten: 1000 hm bergab, ca. 5 km

Schwierigkeit   3 von 6 Punkten
Flow   6 von 6 Punkten

H-Trail
© Wolfgang Watzke
H-Trail

Max Schumann, Enduro-Profi: "Der Trail ist eine Flow-Dusche! Mir gefällt, dass er sehr natürlich wirkt – nicht wie diese Bikepark-Brechsandbahnen. Kurven, Geländesprünge, Spielereien – der H-Trail bietet alles!"

Max Schumann
© Christoph Bayer
Max Schumann

HOLY HANSEN

Im Vinschgau ist der Holy Hansen der Star. Wir sagen Euch, warum.

Der Trail kann, was nur wenige Trails können. Nämlich Anfänger und Könner bespaßen. Der Holy Hansen wurde extra für Biker und wie eine Murmelbahn durch den Wald gegraben. Er schleudert den Biker von einem Turn in den nächsten. Erdwellen, Anlieger, Drops, Sprünge und High-Speed-Passagen – ständig passiert was. Ruppig oder gefährlich wird’s nie. Stattdessen klettert das Flow-Barometer. Den Einstieg erreicht man entweder per Shuttle (ca. 40 Minuten), oder man tritt sein Bike die 1000 Höhenmeter selbst zum Haslhof auf 1544 Meter. Wermutstropfen: Der Trail windet sich an einem Nordhang ins Tal. Schnee bleibt lange liegen, und der Trail ist lange nass.
Fakten: 952 hm bergab, ca. 7 km

Schwierigkeit   1 von 6 Punkten
Flow   5 von 6 Punkten

Holy Hansen
© Kirsten Sörries
Holy Hansen

Daniel Schäfer, Trail-Sucher: "Kurven, Sprünge, Flow – im Holy Hansen kippst du von einem Turn in den nächsten. Super! Ich liebe es, wenn dir Trails den Horizont verschieben und du gar nicht mehr weißt, wo eigentlich oben ist. Der Holy Hansen ist so ein Trail!"

Daniel Schäfer
© Markus Greber
Daniel Schäfer

CANADIAN TRAIL

Eine paar Kanadier wollten deutschen Bikern zeigen, wie Trail-Bau funktioniert – mit Erfolg!

Wollt Ihr ein Trailbau-Märchen hören? Biker aus Kanada boten sich an, in Freiburg eine Strecke zu bauen. Die Idealisten forderten nur Kost & Logis! In vier Wochen shapten die Kanadier mit Hilfe der Locals den "Canadian" vom Kybfelsen hinunter in die City. Wo Canadian draufsteht, ist Canadian drin. Unglaublich! So viel Flow haben wir bisher in Deutschland nicht erlebt. Der Trail schaukelt den Biker in geschmeidigen Turns ins Tal – Wellenreiten im Wald! Mutproben gibt es keine; die wenigen Sprünge sind sicher gebaut. So haben Anfänger Spaß und Checker auch! Fazit: Der Trail ist eine Perle mitten im Schwarzwald, mitten im Land der 2-Meter-Regel.
Fakten: 450 hm bergab, 3,6 km

Schwierigkeit   2 von 6 Punkten
Flow   4 von 6 Punkten

Canadian Trail
© Hoshi Yoshida
Canadian Trail

Andi Kromer, Bike-Profi: "Mensch, bin ich froh, dass wir in Freiburg den Canadian-Trail haben. Ein echtes Highlight – direkt in Stadtnähe. Nach der Arbeit gemütlich hochkurbeln und dann geht’s Action-geladen runter. Super!"

Andi Kromer
© Jörg Reuther
Andi Kromer

FREERIDE Titel 3/2016
© Chris Laue
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