RED BULL JOYRIDE 2016 - Crankworx Whistler

FMB World Tour: Brett Rheeder gewinnt

24.08.2016 Jeanette Kühn - Der Kanadier Brett Rheeder lieferte seinen besten Lauf vor heimischem Publikum. Der 23jährige wollte nach dem unglücklichen Contest 2015 alles geben und schaffte seinen ersten Sieg beim Red Bull Joyride.
RED BULL JOYRIDE 2016 - Crankworx Whistler
© RickKPhotography
Brett Rheeder

Der anspruchsvolle Kurs brachte jeden Fahrer ans Limit. Viele Athleten hatten Probleme, ihre Läufe zu beenden. Anthony Messere (CAN) schaffte als erster einen guten Lauf, der ihm 81.60 Punkte und den ersten Platz brachte. Das blieb aber nur solange, bis der jüngste Fahrer im Feld, Emil Johansson (SWE), einen brillianten, mit vielen unterschiedlichen Varianten zeigte – das brachte ihm 85.20 Punkte.

Aber dann folgte Brett Rheeders Show! Der Kanadier war der erste Rider, der die 90-Punkte-Marke knackte. Sein sensationeller und fehlerfreier Lauf mit einem enorm hohen Trick-Level war gespickt mit "opposite fastplant 360 of a step down", einem "backflip to tuck-no-hander of the whale tail" und einem "backflip tailwhip of the canon". Er wusste, dass er einen grandiosen Lauf hingelegt hatte und er feierte mit seinem Heimpublikum. 93.00 Punkte katapultierten ihn auf den ersten Platz und er setzte damit ein Zeichen für alle anderen Fahrer, die ebenfalls auf einen Sieg hofften. Der einzige Fahrer, der es in die Nähe von Brett Rheeder schaffte, war Thomas Genon (BEL). Der Belgier verteidigte seinen FMB Diamond Series Titel und zauberte einen seiner bekannten, sehr sauberen Läufe mit dem Ergebnis 86.80 Punkte, das brachte ihn auf Platz Zwei.

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© RickKPhotography
Brett Rheeder

Im zweiten Teil des Red Bull Joyride schien es, als ob die Fahrer sich an den Kurs gewöhnt hätten. Sie kamen besser in Fluß und fast alle acht Topfahrer erzielten 80.00 Punkte. Nachdem Max Fredriksson seinen ersten Lauf versiebt hatte, wollte er sich nun unbedingt einen Podiumsplatz sichern und seine Chance auf einen FMB Diamond Series Titel sichern. Der Schwede hielt dem Druck stand und brachte ihn mit 89.80 Punkten näher an die 90er Punkte-Marke heran und er schob sich hinter Genon, der noch immer eine Chance auf den Titel hat, falls Rogatkin zurückfallen sollte und falls Genon in der Lage war, zurückzubeißen. Und er schnappte kräftig zu. Das Geburtstagskind zeigte, was er konnte und arbeitete sich auf den zweiten Platz zurück mit 91.20 Punkten, knapp nach Brett Rheeder. Brett Rheeder genoss seinen Sieg im Whistler Mountain Bike Park und zeigte nochmal seinen großartigen Style und sein Können, was von der Menge frenetisch bejubelt wurde. Dann sackte er seinen ersten Sieg beim Red Bull Joyride ein.

RED BULL JOYRIDE 2016 - Crankworx Whistler
© RickKPhotography
Max Fredriksson

Brett Rheeder: "I am lost for words. This has been tough in the last few years. It's not like the other contests. It's steep, there are lots of features, a huge crowd and lots of pressure. I feel amazing! I just dropped in and did my thing and it ended up working out."

Red Bull Joyride Podium:

Brett Rheeder (USA) - 93.00 points
Thomas Genon (BEL) - 91.20 points
Max Fredirksson (SWE) - 89.80 points

RED BULL JOYRIDE - Crankworx Whistler
© Bartek Wolinski
Brett Rheeder - big smile

FMB World Champion: Nicholi Rogatkin

Nicholi Rogatkin (USA) hält noch seine Führung im FMB Diamond Series Ranking vor Max Fredriksson (SWE) und Brett Rheeder (CAN). Der Amerikaner zelebrierte seinen verdienten Diamond Series Sieg, aber Fredriksson schnekte ihm trotz einer Handverletzung nichts. 

Nachdem Fredriksson seinen ersten Lauf verpatzte, hatte auch Rogatkin wenig Glück im ersten Run. Er machte eine harte Bekanntschaft mit dem Dreck bei einem Cork 720, er klopfte sich den Staub ab, stieg zurück auf das Dirt Element, kam gut in Fahrt und zeigte eine solide Leistung. Er schaffte noch 53.00 Punkte, was für Platz 11 ausreichte und ihm am Ende den Diamond Series Titel einbrachte. Das zeigt, wie wichtig es ist, niemals aufzugeben.

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Siegerehrung Red Bull Joyride - FMB Diamond Series

Sonst hätte Max Fredriksson ihm vermutlich die Show gestohlen. Der 21 Jahre alte zeigte einen großartigen zweiten Lauf, der ihm nicht nur 89.80 Punkte einbrachte, sondern beinahe auch die Führung im Diamond Series Ranking, wenn Rogatkin auf Platz 12 zurückgefallen wäre und Thomas Genon nicht knapp vor Fredriksson gepunktet hätte. So wurde der Schwede auf Platz 3 verwiesen.

Obwohl Nicholi Rogatkin nicht seinen besten Tag beim Red Bull Joyride in Crankworx Whistler hatte, so ist er doch der verdiente Nachfolger des letzjährigen Champions Thomas Genon. Denn er zeigte während der gesamten Saison eine konstante Leistung. 

FMB Diamond Series Podium:

Nicholi Rogatkin (USA) - 2810 points
Max Fredriksson (SWE) - 2702 points
Brett Rheeder (CAN) - 2680 points

RED BULL JOYRIDE 2016 - Crankworx Whistler
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